Öko-Modellregion - Kulturraum Ampertal

Der Kulturraum Ampertal gehört zu den Siegern des Wettbewerbs „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“ - Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber überreichte die Urkunde bei einem feierlichen Festakt

 

Öko-Modellregion

 

v. l. 1. Bgm. Heinrich Stadlbauer, Fahrenzhausen, Franz Bernack, Planungsreferent der Stadt Freising, 1. Bgm. Rupert Popp, Allershausen, 1. Bgm. Max Riegler, Zolling, Staatsministerin Michaela Kaniber, Landtagsabgeordneter Benno Zierer, Ralph Huber, Stv. Obmann des BBV, Michael Popp, Biolandwirt und Mitinitiator, Peter Selz, Leiter ALE Oberbayern

 

Nach fast einem Jahr Arbeit und einem zweistufigem Wettbewerbsverfahren konnte sich der Kulturraum Ampertal gegen knapp 25 bayerische Mitbewerber durchsetzen und gehört zu den 15 neuen Öko-Modellregionen in Bayern. Insgesamt gibt es nun 27 Öko-Modellregionen, welche einen wichtigen Bestandteil des Landesprogramms BioRegio 2020 bilden. Das bayerische Landwirtschaftsministerium setzte zum Ziel, bis 2020 den ökologischen Landbau und vor allem auch den Absatz der daraus entstehenden Produkte in den ländlichen Räumen Bayerns zu stärken. Damit soll die bestehende Nachfrage mit heimischen Erzeugnissen gedeckt werden, anstatt sie zu importieren. Das birgt Vorteile für die regionale Wirtschaft und Einkommensalternativen für Landwirte und Lebensmittelhandwerker, die vom Strukturwandel betroffen sind, ohne dabei Konkurrenz zur bestehenden Landwirtschaft darzustellen. Seit 2014 fungieren Öko-Modellregionen im Sinne des bayerischen Landwirtschaftsministeriums in diesen Bereichen als Vorbild. Nun darf sich das Ampertal einreihen und ebenfalls als Vorbild voranschreiten. Dabei werden die Kommunen der ILE mit Fördergeldern des Landwirtschaftsministeriums unterstützt, um eine Koordinationsstelle einzurichten.

 

Bei einem feierlichen Festakt im Bayerischen Landwirtschaftsministerium am 2. Mai nahmen die drei Bürgermeister Rupert Popp (Allershausen), Heinrich Stadlbauer (Fahrenzhausen) und Max Riegler (Zolling), sowie der Planungsreferent der Stadt Freising Franz Bernack, der stellvertretende BBV Kreisobmann Ralf Huber und der Landwirt Michael Popp im Namen der gesamten ILE Kulturraum Ampertal die Auszeichnung entgegen. Die Verantwortlichen aus Ministerium und Behörden waren voll des Lobes für das Bewerbungskonzept des Ampertals, schließlich hat man sich damit auch bei einer Fachjury durchsetzen können. Bald kann das Ampertal loslegen, um der Produktion und dem Absatz heimischer Lebensmittel in der Region zukunftsweisende Impulse zu geben.

 

Seit vergangenem Sommer wurden gemeinsam mit Landwirten, Lebensmittelhandwerkern, Imkern, Vertretern von Verbänden und sozialen Einrichtungen sowie Bürgern Projektideen gesammelt. Aus diesen wurde das wettbewerbsentscheidende Arbeitskonzept der Öko-Modellregion verfasst. Es enthält Aktivitäten zur regionalen Wertschöpfung und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln, zur Versorgung von sozialen Einrichtungen und Gastronomen mit regionalen Produkten, zur Öffentlichkeitsarbeit und zu pädagogischen Angeboten sowie Klima- und Bodenschutz. So werden Perspektiven für landwirtschaftliche und handwerkliche Betriebe geschaffen, Verständnis und Wertschätzung zwischen Erzeugern und Verbrauchern gestärkt und der ländliche Charakter und die Kulturlandschaft der Region bewahrt.

 

Das Bewerbungskonzept der Öko-Modellregion finden Sie unten als Download.

 

Landwirte, Lebensmittelhandwerker und weitere Akteure der heimischen Bio-Branche werden in der künftigen Öko-Modellregion durch Beratung, Vernetzung und Zugang zu Fachinformationen bei der Verwirklichung ihrer Projektideen unterstützt. Bürgerinnen und Bürger werden durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und vielfältige pädagogische Angebote über die Lebensmittelerzeugung in ihrer Region informiert und Kommunen erhalten Mithilfe bei ihrer nachhaltigen Entwicklung und dem Erhalt des eigenständigen Charakters des Kulturraums Ampertal in direkter Nachbarschaft zur Metropole München. 

 

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